Was Kamera Hersteller von Smartphone Herstellern lernen könnten

2018-05-13/ News - Fotografie /caw

Techniken wie HDR, 8K-Photomode und Al werden fast selbstverständlich in modernen Smartphones zum fotografieren verwendet und die Bildqualität der im Vergleich der sehr kleinen Sensoren zu verbessern in den meisten Fällen Ergebnisse zu erzielen, die einer modernen System oder Spiegelreflex-Kamera nur wenig nachstehen.

Techniken wie die o.g. gekoppelt mit Software haben die Smartphone Fotografie zu einer echten Bedrohung für den Kameramarkt gemacht und viele Hersteller gezwungen die sog. Point and Shoot Kameras teilweise oder ganz aus dem Sortiment zu nehmen. Geblieben sind nur noch Premium Kompaktkameras, die den Qualitätsabstand ein wenig nach oben verschoben haben, sich aber auch preislich nach oben bewegt haben. So greifen die meisten der Konsumenten dann doch lieber zum Smartphone, der so oder so immer mitgenommen wird.

Was können nun die reinen Kamerahersteller tun, um dem immer weiter schwindenden Fotomarkt zu begegnen? Eines der Lösung könnte der Einsatz von mehr Software sein. Ähnlich wie im Smartphone müssten auch moderne Kameras mehr aus bestehenden Sensoren mit Softwaretechnik herausholen. Künstliche Intelligent kann auch bei Kameras mit größeren Sensoren die physikalische Grenze weiter nach oben verändern, ähnlich wie dies heute in modernen Smartphones möglich ist.

Auch wenn ich moderne Technik auf das Höchste begrüsse: Bei allen Vorteilen, die diese Techniken uns bringen, darf man eines nicht vergessen: Wir verlassen uns immer mehr auf die Technik und verlieren immer mehr die Fähigkeiten mit Begrenzungen umzugehen. Kreativ werden wir erst, wenn wir Einschränkungen auf anderen Wege lösen können. Wenn alles in Zukunft möglich ist, dann geht auch unsere Kreativität als Fotografen immer mehr verloren.

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